Zoom: Connect-Treffen „Snack & Talk“ (14.02.2023)

In den Connect-Videokonferenzen werden von den Netzwerkmitgliedern des flexible.office.network aktuelle Themen der hybriden BüroArbeitswelt diskutiert, praktische Tipps geteilt und unternehmensinterne Lösungen präsentiert.

Als Diskussionspartner:innen werden jeweils kompetente Fachexpert:innen zu den Treffen eingeladen.

Wir möchten folgende Fragen diskutieren:

Haben sich die Regelungen zur Energieeinsparung bisher bewährt? Mussten sie angepasst werden? Gibt es intelligente (Buchungs-)Lösungen für die Besetzung der Büroflächen?

Welche Maßnahmen sind wirkungsvoll, z.B. feste Schließung des Standorts, Sperrung von Geschossflächen, Reduzierung der Raumtemperatur, etc.?

Thema & Referenten

„Wie können Buchungssysteme für Büroarbeitsplätze bei der Energieeinsparung helfen?“

Konkreter Flächenbedarf, Zonen in Büroräumen und Facility Management Systeme sind ausschlaggebende Faktoren, damit Energieeinsparungen funktionieren.

Christian Straub (Jahrgang 1990) – Generation ‚Digital Native‘ – beendete 2015 sein duales Studium an der DHBW Stuttgart mit dem Bachelor of Arts in International Business. Kesseböhmer Ergonomietechnik übernahm Straub erst als International Sales Manager. Seit 2018 hat er die Position des Head of Sales für YOYO smart ergonomics inne.

 

Christopher BockChristopher Bock mediaDIALOG (Jahrgang 1985) ist seit 2022 Geschäftsführer von mediaDIALOG | Gesellschaft für Softwareentwicklung in Siegen. Das Unternehmen bietet Softwärelösungen für Desksharing, Flächen und Raumverwaltung an. Christopher Bock ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker und hatte vor seiner Tätigkeit bei mediaDIALOG verschiedene Positionen im internationalen Sales und Technical Sales bei IBM und Lenovo inne. 

Termin

Dienstag, 14. Februar 2023
12:30 bis 14:00 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz via Zoom


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network und Gäste: kostenfrei

Zoom: Connect-Treffen „Snack & Talk“ (21.03.2023)

In den Connect-Videokonferenzen werden von den Netzwerkmitgliedern aktuelle Themen der hybriden BüroArbeitswelt diskutiert, praktische Tipps geteilt und unternehmensinterne Lösungen präsentiert.

Als Diskussionspartner:innen werden jeweils kompetente Fachexpert:innen zu diesen Treffen eingeladen.

Termin

Dienstag, 21. März 2023
12:30 bis 14:00 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz via Zoom

Thema

New Work: Arbeiten Menschen in ihrer Erwerbsarbeit genauso frei, unabhängig und eigenverantwortlich wie in ihrem gesamten Leben? Spiegeln die personalpolitischen Regelungen in Unternehmen die Realität der (Arbeits-)Situation wider?

ACHTUNG: Das aktuelle Thema und die eingeladenen Fachexpert:innen werden erst kurzfristig festgelegt. 


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network und Gäste: kostenfrei

LIVE-Workshop: STRABAG & Avanade, Stuttgart (25.-26.04.2023)

Die BüroArbeitswelten von STRABAG in Stuttgart spiegeln die digitalen und agilen Arbeitsweisen des Unternehmens wider. Bei der Gestaltung lag der Fokus auf Nachhaltigkeit.

Die STRABAG hat mit dem neuen Bürohaus am Campus Stuttgart eine innovative, zeitgemäße und die Anforderungen aus New Work erfüllende Arbeitslandschaft auf fast 10.000 m² geschaffen.  Knapp 400 Mitarbeiter:innen sind im Oktober 2022 in das neue Haus gezogen. Die Einführung von Desk Sharing ist Teil des Bürokonzeptes.

Im neuen Konzernhaus wird insbesondere der „Innovation Campus“ die Kommunikation und die Zusammenarbeit in den Gruppen aber auch gruppenübergreifend maßgeblich fördern und neue, wertvolle Beziehungen schaffen. 

Das Gebäude erhielt eine in Teilen begrünte Fassade, zur Beheizung und Kühlung wurde eine energieeffiziente Wärmepumpe eingebaut, und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gewährleistet eine weitgehend autarke Stromversorgung. Zur Förderung der Elektromobilität wurde für Mitarbeitende und Gäste eine moderne PKW-Ladeinfrastruktur sowohl in der Tiefgarage als auch vor dem Gebäude installiert.

Unsere zweite Station in Stuttgart ist Avanade. Das Unternehmen entwickelt u. a.  IT-Lösungen für eine Infrastruktur für energieneutrale Häuser und hat in Stuttgart zeitgemässe Arbeitsplätze geschaffen.

 

Termin

Dienstag, 25. bis Mittwoch, 26. April 2023
LIVE-Workshop bei STRABAG und Avanade in Stuttgart


Referent(en)

Martin Haas, Inhaber haascookzemmrichSTUDIO2050

Martin Haas by Frederik Laux
Foto: Frederik Laux

Thema: Konzepte und Ideen einer Architektur von 2050

Die aktuelle Debatte um eine verantwortbare Lebensqualität zeigt einen grundlegenden Wandel unserer Gesellschaft, der über die Themen des Umweltschutzes und der Klimakrise hinausgeht. Es gilt Mensch, Raum und Umwelt wieder in Einklang zu bringen, weshalb uns Architekten, als Gestaltern von Ordnungsmustern des menschlichen Zusammenlebens, eine besondere Bedeutung zukommt.
 
Dazu kommt die Individualisierung der Gesellschaft, die vielfältige und anpassungsfähige Gebäudestrukturen fordert, um den sich veränderten Ansprüchen zu genügen. Ein weiterer wesentlicher Baustein ist die bestmögliche Integration des Gebäudes unter Berücksichtigung des menschlichen Maßstabs in sein kulturelles und mikroklimatisches Umfeld, um zu gewährleisten, das ein Gebäude dauerhaft genutzt wird.
 
Über Martin Haas: 
 

Als Partner im Büro Behnisch Architekten war Martin Haas von 1997-2012 unter anderem für die Nord/LB in Hannover, das Haus im Haus, die Unilever-Zentrale und den Marco-Polo-Tower in Hamburg sowie für das Ozeaneum in Stralsund verantwortlich. Den Schwerpunkt seiner Arbeit legt Haas auf die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Architektur.

Nach sechs Jahren der Partnerschaft gründete Haas zusammen mit David Cook und Stephan Zemmrich im April 2012 sein eigenes Büro „haascookzemmrich STUDIO2050“ mit Projekten im In- und Ausland.

Als Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ist Martin Haas Mitglied des Präsidiums, und seit 2013 deren Vizepräsident. Seit 2008 hat er eine Gastprofessur an der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA sowie an der Universita di Sassari in Italien inne. Haas ist seit 2020 Mitglied des Gestaltungsbeirats in Offenbach und seit 2023 in Konstanz. Seit 2020 ist er ehrenamtliches Mitglied des Konvents der Baukultur.

 


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 1.695,- zzgl. MwSt.
(für alle vier Live-Termine: Euro 6.000,- zzgl. MwSt.)

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

Zoom: Connect-Treffen „Snack & Talk“ (09.05.2023)

In den Connect-Videokonferenzen werden von den Netzwerkmitgliedern aktuelle Themen der hybriden BüroArbeitswelt diskutiert, praktische Tipps geteilt und unternehmensinterne Lösungen präsentiert.

Als Diskussionspartner:innen werden jeweils kompetente Fachexpert:innen zu den Treffen eingeladen.

Termin

Dienstag, 9. Mai 2023
12:30 bis 14:00 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz via Zoom

Thema

Sind bestehende IT-Lösungen in Unternehmen ausreichend für hybride Meetings? Bietet eine attraktive Bürogestaltung die Möglichkeit für agiles Arbeiten? Welche Möblierungsanforderungen ergeben sich aus New Work? Haben wir Spielregeln für die innovative Kommunikation zwischen anwesenden und virtuellen Teilnehmenden eines Meetings?

(Umsetzung der Erkenntnisse aus dem Live-Workshop in Stuttgart)

 ACHTUNG: Das aktuelle Thema und die eingeladenen Fachexpert:innen werden erst kurzfristig festgelegt.


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network und Gäste: kostenfrei

LIVE-Workshop Schweiz | Création Baumann Langenthal & FH Nordwestschweiz Muttenz (19.-20.06.2023)

Wohlbefinden rückt ins Zentrum der Bürogestaltung. Fachübergreifendes Lernen ermöglicht eigenverantwortliches Arbeiten im New Work.

Das subjektive Wohlbefinden hängt von klar beeinflussbaren Faktoren ab. Möblierung, Materialien, Flexibilität, Farbe, Raumakustik und Tageslicht bestimmen eine gute Raumqualität. Bei der Gestaltung des Arbeitsraums sollte immer dessen vielfältige Nutzung im Vordergrund stehen. Wie das gelingen kann, erleben wir beim Inneneinrichter Création Baumann in Langenthal. 

Zukunftsgerichtete Formen des Lernens und Lehrens sind öffentliche Orte der Begegnung, des Dialogs zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur.

Die FH Nordwestschweiz nutzt bei ihren zeitgemässen Lehrveranstaltungen sämtliche modernen digitalen Möglichkeiten der Interaktion in modulierbaren Räumen. So wurden Lernräume für Studierende in Muttenz geschaffen, die Grenzen im Kopf überwinden und Wände im Gebäude spielend verschieben.

Termin

Montag, 19. bis Dienstag, 20. Juni 2023
LIVE-Workshop bei Création Baumann in Langenthal & der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 1.695,- zzgl. MwSt.
(für alle vier Live-Termine: Euro 6.000,- zzgl. MwSt.)

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

LIVE-Workshop: Hamburg | Sopra Steria, XING New Work Harbour (10.-11.07.2023)

Ein inspirierendes Umfeld, das zur kreativen Zusammenarbeit einlädt und hybrides Arbeiten in einer gesunden Balance ermöglicht.

For a better working life: Der NEW WORK Harbour, direkt am Elbufer der Hamburger HafenCity gelegen, ist das Zuhause für alle Marken der NEW WORK SE – gemeinsam vereint unter einem Dach. Das neue Headquarter folgt einem Designkonzept, das das „Office-Home“ in den Mittelpunkt stellt und bietet eine inspirierende Atmosphäre und ein einladendes Umfeld für Begegnungen und Austausch. Er ist ein lebendiger Knotenpunkt für das Unternehmen, Gäste, Veranstaltungen und Talente.

Um kreative Zusammenarbeit geht es auch bei unserem Besuch unseres Netzwerkmitglieds Sopra Steria. Die internationale Management- und Technologieberatung hat ihren Sitz im Herzen von Hamburg-Winterhude direkt an einem der vielen Alsterfleete. 

Termin

Montag, 10. bis Dienstag, 11. Juli 2023
LIVE-Workshop bei Sopra Steria & XING (New Work Harbour) in Hamburg


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 1.695,- zzgl. MwSt.
(für alle vier Live-Termine: Euro 6.000,- zzgl. MwSt.)

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

LIVE-Workshop: Wien | Österreichische Nationalbank, Erste Bank Group (18.-19.09.2023)

Wie ein flexibles, adaptiertes Bürogebäude Veränderungen einer Pandemie umsetzen und New Work implementiert werden kann.

Die Österreichische Nationalbank plant Re-Using im Bestand statt New Building auf grüner Wiese und will dennoch New-Work-Arbeitsweisen umsetzen.

Moderne Unternehmenskultur in alten Gemäuern – ist das möglich? Gelingt die Transformation von „alten“ Büroräumen zu „modellierbaren“ Arbeitsräumen? Neue umweltschonende Ideen der Architektur sind gefragt, wenn man sich nachhaltig verändern will.

Der „Erste Campus“ der ERSTE Group Bank AG ist als ein Ort der Begegnung angelegt, der die Kommunikation unterstützen soll. Viele Bauteile wurden so konzipiert, dass Änderungen in Arbeitsprozessen oder neue Zuordnungen von Arbeitsbereichen auch nachträglich jederzeit ohne großen baulichen Aufwand realisierbar sind.

Hat diese bauliche Gestaltung auch der Veränderung, die sich aus der „Corona-Pandemie“ zwingend ergab, genügt? Die geschwungene Architektur des Gebäudes will eine Offenheit schaffen, die einladend und naturverbunden wirkt. Genügt dies auch heute noch, wo die Anforderungen des Menschen an Naturverbundenheit und nachhaltige Materialien und Prozesse grösser, ja geradezu essentieller, geworden sind?

Termin

Montag, 18. September bis Dienstag, 19. September 2023
LIVE-Workshop bei der Österreichischen Nationalbank, Erste Bank Group Wien


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 1.695,- zzgl. MwSt. (für alle vier Live-Termine: Euro 6.000,- zzgl. MwSt.)

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

Zoom: Connect-Treffen „Snack & Talk“ (21.11.2023)

In den Connect-Videokonferenzen werden von den Netzwerkmitgliedern aktuelle Themen der hybriden BüroArbeitswelt diskutiert, praktische Tipps geteilt und unternehmensinterne Lösungen präsentiert.

Als Diskussionspartner:innen werden jeweils kompetente Fachexpert:innen zu diesen Treffen eingeladen.

Termin

Dienstag, 21. November 2023
12:30 bis 14:00 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz via Zoom

Thema

Re-Using im Bestand statt New Building auf grüner Wiese: Ist nur so Nachhaltigkeit zu erreichen? Schaffen wir nur so die Einhaltung von Klimazielen? 

(Umsetzung der Erkenntnisse aus dem Live-Workshop in Wien)

ACHTUNG: Das aktuelle Thema und die eingeladenen Fachexpert:innen werden erst kurzfristig festgelegt.

 


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network und Gäste kostenfrei

Umfrage: Wie sieht die BüroArbeitswelt der Zukunft aus?

Wo wollen wir in Zukunft arbeiten? Welche Arbeitsbedingungen sollten Unternehmen schaffen, damit Mitarbeitende gern ins Büro kommen? Und wer sollte darüber entscheiden, von wo wir arbeiten? Das wollten wir in einer Umfrage wissen. Hier die Ergebnisse. 

Nach Ende der Homeoffice-Pflicht und dem Wegfall der meisten Pandemie-bedingten Einschränkungen sollen und wollen viele wieder zurück ins Büro. Andere wollen die freie Wahl des Arbeitsortes und deren Vorzüge nicht aufgeben.

Wir haben vier Szenarien in Anlehnung an eine Veröffentlichung des Fraunhofer Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation entwickelt, wie das Büro in Zukunft aussehen könnte. Eine eindeutige Antwort weiß heute noch niemand. Um uns jedoch der Antwort zu anzunähern, haben wir die vier Szenarien mit Ausprägungsmerkmalen beschrieben.

Die vier Szenarien:

  • „Selbstbestimmte freie Ordnung“
    das zukünftige BüroArbeits-Modell ermöglicht eine höchstmögliche Flexibilität.
  • „Unternehmensort vs. Lebensort“
    Mitarbeitende leben und arbeiten nicht nur in der (teuren) Stadt, sondern gesund auf dem Land (oder an einem anderen Ort ihrer Wahl) und kommen nur noch selten ins Unternehmensoffice (Büro). 
  • „Zurück oder vorwärts ins Büro“
    die Arbeitsbedingungen sind gesetzlich oder betriebsrechtlich so reguliert, dass Wahlmöglichkeiten wie Homeoffice erschwert werden oder (wieder) wegfallen und Mitarbeitende ins Unternehmensoffice kommen müssen.
  • „Bürogestaltung als Abbild der Bedürfnisse aller“
    Mitarbeitende können auch im Unternehmensoffice bestimmen, wie ihre Bedürfnisse für die Gestaltung des Arbeitslebens befriedigt werden. Dafür beschäftigt das Unternehmen Coaches, Feel-Good-Manager:innen, Kurator:innen o.ä., die den Mitarbeitenden bei der Umsetzung ihrer Wünsche helfen.

Wie also wünschen sich die Menschen ihre Arbeitswelt in Zukunft? Soll die Arbeit weiterhin ein fest umrissener, vom Privatleben getrennter Raum sein? Oder wird das Büro immer mehr zu einem Ort, an dem sich bezahlte Beschäftigung und Freizeit vermischen?

„Selbstbestimmte freie Ordnung“

In diesem Szenario zählt höchstmögliche Flexibilität. Doch wo wollen Mitarbeitende eigentlich arbeiten? Die Antworten der Befragten:

Eines steht fest: Das Homeoffice wird wohl in Zukunft als integrativer Teil der Arbeitswelt bestehen bleiben. Alle Befragten, also 100 Prozent, denken, dass Mitarbeitende zukünftig (auch) im Homeoffice arbeiten möchten. 91 Prozent gehen davon, dass das Unternehmensoffice als Arbeitsort der Wahl bestehen bleibt. Danach folgen etwas abgeschlagen mit 56 Prozent Familienorte wie ein Ferienhaus oder ein Arbeitsplatz bei den Eltern oder Großeltern, danach mit 51 Prozent Coworking Spaces. 43 Prozent glauben, dass Menschen zukünftig auch an Urlaubsorten (Stichwort „Workation“) arbeiten möchten.  Freizeitorte wie Café, Schwimmbad oder auf Reisen sind mit 29 Prozent noch relativ attraktiv aus Sicht der Befragten.

Abb. 1: Antworten auf Szenario „Selbstbestimmte freie Ordnung“ – Arbeitsort (grafische Darstellung)

Abb. 2: Antworten Szenario „Selbstbestimmte freie Ordnung“ – Arbeitsort (in Prozent)

 

Heißt: Flexibles Arbeiten wird unsere zukünftige BüroArbeitswelt bestimmen. Nach Meinung der Befragten wird es für die Wahl des Arbeitsortes zukünftig kaum Beschränkungen geben.

Doch wer sollte in Zukunft entscheiden, wann und von wo Mitarbeitende arbeiten (dürfen)?

Hier ergab die Umfrage eine klare Präferenz: Entscheiden sollte das Team (81 Prozent), ggf. auch in Abstimmung mit der Führungskraft (69 Prozent). Unternehmensvorgaben als oberste Prämisse befürworten 59 Prozent der Befragten. Den kompletten Alleingang – also eine Entscheidung ohne Abstimmung – sehen die wenigsten als wahrscheinlich an: nur 8,8 Prozent sind der Meinung, dass Mitarbeitende allein entscheiden sollten.

Abb. 3: Antworten auf Szenario „Selbstbestimmte freie Ordnung“ – Entscheidungsträger (grafische Darstellung)
Abb. 4: Antworten auf Szenario „Selbstbestimmte freie Ordnung“ – Entscheidungsträger (in Prozent)

 

Unternehmensort vs. Lebensort

In diesem Szenario zieht es Mitarbeitende verstärkt raus aus den meist teureren Städten aufs günstigere und auch gesündere Land. Menschen kommen daher nur noch selten ins Büro.

Doch welche Anreize und Zusatzleistungen könnten es Mitarbeitenden erleichtern, ins Unternehmensoffice zu kommen? Was sollten Unternehmen bieten, um Menschen zurück ins Büro zu holen?

Unsere Umfrage zeigt: Finanzielle Unterstützung für den Arbeitsweg würden die meisten goutieren. 72 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, dass kostenlose oder reduzierte Tickets für Fahrten ins Büro Mitarbeitende eher dazu animieren, ins Unternehmensoffice zu kommen.

Fast gleichauf dahinter liegen unentgeltliches gesundes Essen im Unternehmen (61,5 Prozent) und Betreuungsangebote bzw. die Vermittlung von Betreuungsmöglichkeiten für Erziehung und Pflege (60 Prozent). Noch für rund ein Drittel der Befragten wären Arbeitsplätze in Coworking Spaces in der Peripherie der Stadt (42 Prozent), Fitness- und Gesundheitskurse (34 Prozent), Sportangebote (28 Prozent) und Übernachtungsmöglichkeiten am Büro-Standort (28 Prozent) und interessant.

Abb. 6: Antworten auf Szenario „Unternehmensort vs. Lebensort“ (in Prozent)
Abb. 7: Antworten auf Szenario „Unternehmensort vs. Lebensort“ (in Prozent)

Zurück oder vorwärts ins Büro

Dieses Szenario befasst sich mit der Idee, dass Wahlmöglichkeiten für Homeoffice erschwert werden oder (wieder) wegfallen und Mitarbeitende ins Unternehmensoffice kommen müssen.

Doch was könnten Unternehmen bieten, damit Menschen möglichts engagiert und motiviert ins Büro zurückkehren?

Hier sind sich die Befragten einig: 91 Prozent sind der Meinung, dass attraktive und großzügige Büros zur Verfügung stehen sollten Funktionale Möbel, farblich ansprechend gestaltete Wände, eine angenehme Atmosphäre mit Pflanzen, Beleuchtung und guter Akustik – all das würde dazu beitragen, gern ins Büro zu kommen.

Drei Viertel der Befragten (75 Prozent) plädieren zudem für frei wählbare Arbeitsplätze, gefolgt von einer IT, die State-of-the-Art ist (72 Prozent).

Dahinter folgen Benefits wie Duschen, Umkleideräume und Schließfächer (57 Prozent), viel Fläche für Ruhezonen im Büro (47 Prozent) und attraktive Außenanlagen, die genutzt werden dürfen (46 Prozent).

Für weniger relevant halten die Befragten ein großes Angebot an sozialen, nicht arbeitsbezogenen Kontakten (30 Prozent) oder ein multifunktionales Gebäude mit Büros, Restaurants, Arztpraxen usw. (19 Prozent).

Abb. 8: Antworten auf Szenario „Zurück oder vorwärts ins Büro“ (grafische Darstellung)
Abb. 9: Antworten auf Szenario „Zurück oder vorwärts ins Büro“ (in Prozent)

Bürogestaltung als Abbild der Bedürfnisse aller

In diesem Szenario können Mitarbeitende auch im Unternehmensoffice aktiv dabei mitwirken, wie das Arbeitsleben gestaltet wird. Die Bedürfnisse des Lebens bestimmen die räumliche und zeitliche Gestaltung, die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit ist weitgehend aufgehoben. Feel-Good-Manager:innen, Coaches oder Kurator:innen helfen Mitarbeitenden bei der Umsetzung ihrer Wünsche und sorgen dafür, dass individuelle Bedürfnisse auch im Arbeitsumfeld eine große Rolle spielen.

Hier spielt das Thema Nachhaltigkeit die größte Rolle. Drei Viertel der Befragten denken, dass alle Materialien und Betriebsabläufe auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein sollten (74 Prozent). Darüber hinaus herrscht eher Uneinigkeit bei der Frage, welche Aktivitäten oder Leistungen für die Bürogestaltung gewünscht sein könnten.

Permanent zur Verfügung stehende Handwerksräume (14 Prozent), Räume zum privaten und geschäftlichen Feiern (14 Prozent) und Raum zum Musizieren und künstlerischen Gestalten (5 Prozent) wünschen sich die wenigsten. Schon etwas mehr Zustimmung erfahren der Anbau von Obst und Gemüse sowie das Halten von Bienen in den Außenanlagen (34 Prozent) oder die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit einem „Daheim“-Gefühl (34 Prozent).

Abb. 10: Antworten auf Szenario „Bürogestaltung als Abbild der Bedürfnisse aller“ (grafische Darstellung)Abb. 11: Antworten auf Szenario „Bürogestaltung als Abbild der Bedürfnisse aller“ (in Prozent)

 

Fazit

Auch wenn alle Szenarien erstmal theoretische Konstrukte sind, lassen sich aus ihnen doch Ableitungen für die Arbeitswelt treffen.

So steht für die Befragten fest, dass Homeoffice und Büro in Zukunft Hand in Hand gehen werden. Ein attraktives Büro wünschen sich Mitarbeitende ebenso wie Zusatzleistungen wie kostenfreies Essen oder Fahrtkostenunterstützung.  

Nachhaltigkeit bei allen Materialien und im Betriebsablauf ist die wichtigste Forderung für die Bürogestaltung. Die übrigen Wünsche der Mitarbeitenden sind sehr vielfältig. In Zeiten des Arbeitskräftemangels insbesondere von hochqualifizierten Spezialisten sind Wünsche z.B. nach Handwerksräumen mit über 10 Prozent schon sehr relevant und zu beachten.

Über den Autor

Dieter Boch ist geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Arbeitsforschung und Organisationsberatung (iafob deutschland) und Leiter des internationalen Flexible.Office.Network., einem überbetrieblichen Forum für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zur BüroArbeitswelt von Morgen.

Als Dozent lehrte er an der Fachhochschule Salzburg und der Hochschule für Wirtschaft in Zürich Führungsverhalten und Future Work & Workplace Design.

Der Diplom-Psychologe ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und 
Mitherausgeber der Buchreihe „Flexible Arbeitswelten“. 

Welche Auswirkungen hat das Homeoffice auf die Gesundheit?

Im Homeoffice ist jede:r selbst für Wohlbefinden und Gesundheit verantwortlich. Doch welche Auswirkungen hat Langzeit-Homeoffice eigentlich auf unsere Gesundheit? Bekommen wir im „Zuhause-Büro“ die nötige Erholung und wie empfinden wir Stress? 

Dr. Milena Wütschert hat in ihrer Dissertation am Lehrstuhl Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Bern untersucht, wie sich der ständige Aufenthalt im Homeoffice auf unsere Gesundheit auswirkt – ein Thema, das durch die COVID-19-Pandemie an Bedeutung gewonnen hat.

Wenn wir uns die aktuellen Zahlen vom Bundesamt für Statistik (2021) zur Entwicklung der Teleheimarbeit in der Schweiz anschauen, dann ist ersichtlich, dass vor der COVID-19 Pandemie die Teleheimarbeitsquote 24,6 Prozent betrug und während der Pandemie die Quote auf 34,1 Prozent stieg.

Interessant: Personen, die mehr als 2,5 Tage Teleheimarbeit tätigen, sind nach wie vor die Minderheit. Während 2001 die Teleheimarbeitsquote unter 1 Prozent lag, ist sie im Jahr 2020 auf 4,3 Prozent gestiegen.

Privatsphäre im Homeoffice: Ein unerforschtes Feld

In der Arbeits- und Organisationspsychologie ist Homeoffice sehr gut erforscht, was beispielsweise Arbeitsleistung oder Arbeitszufriedenheit betrifft. Die Arbeitsplatzgestaltung sowie die wahrgenommene Privatsphäre in der häuslichen Umgebung auf die physische und psychische Gesundheit wurden bisher kaum untersucht. Eigentlich ist es eigenartig, obwohl man gerade davon ausgehen kann, dass die Privatsphäre in der häuslichen Umgebung sich von der in den traditionellen Büros klar unterscheidet, gibt es nahezu keine Forschung zu diesem Thema.

Schon Aristoteles erwähnte das Konzept der Privatsphäre. Er war der Meinung, dass jeder Mensch das Recht auf Rückzug hat. Auch heute noch wird die Privatsphäre meist mit Störung in Verbindung gebracht. Im Prinzip ist es die wahrgenommene Kontrolle über die Außenreize. Privatsphäre wird eingeteilt in akustische und visuelle Privatsphäre sowie Zugangs- und Verhaltenskontrolle.

Es kann angenommen werden, dass jeder Mensch ein Bedürfnis nach Privatsphäre hat. Wie stark ausgeprägt dieses Bedürfnis ist, ist je nach Person unterschiedlich. Ob im Homeoffice oder im Büro: Ein längerfristiger Mangel an Privatsphäre sprich Lärm, Ablenkung und das Gefühl beobachtet zu werden, beeinflusst die Gesundheit negativ.

Mentale Loslösung vom Beruf: Eine notwendige Erholung

Privatsphäre wird in der Literatur häufig mit Rückzug sowie Ruhe in Verbindung gebracht. Als Arbeitspsychologin verbinde ich Rückzug auch mit dem Begriff «Psychological Detachment». Dabei geht es um die psychische Loslösung von der Arbeit, soll heissen: während der arbeitsfreien Zeit eben nicht an die Arbeit zu denken, sondern sich mental als auch körperlich zu erholen. Ressourcen auffüllen.

Doch wenn die mentale Loslösung von der Arbeit nicht gelingt, beeinträchtigt das unseren Erholungsprozess und somit unsere Gesundheit.

Heute ist das aber kaum noch möglich. Oft sind wir auch nach Feierabend oder gar am Wochenende mental noch bei der Arbeit. Manchmal erscheint sogar der Eindruck, das gehört zum guten Ton. Da wird man schon fast komisch angeguckt, wenn man mal sagt: „Ah gestern? Gestern habe ich nichts gemacht.“

Doch wenn die mentale Loslösung von der Arbeit nicht gelingt, beeinträchtigt das unseren Erholungsprozess und somit unsere Gesundheit. Meine Forschung zeigt eindeutig, dass eine hohe Privatsphäre im Homeoffice dazu führt, das sich Arbeitnehmende gedanklich besser von der Arbeit loslösen können und sich die Schlafqualität verbessert.

Doch was hält uns davon ab, uns zu erholen?

Da wären wir beim sogenannten Erholungsparadoxon. Arbeitnehmende, die durch die ständige (digitale und mentale) Konnektivität mit der Arbeit verbunden sind, tendieren eher dazu, auch in der Freizeit zu arbeiten. Es ist also ein hoher Erholungsbedarf da, aber diesem Bedürfnis tatsächlich nachzukommen ist paradoxerweise gering.

Daher: Sich von der Arbeit zu erholen ist heute eine Kunst. Bei Spitzensportlerinnen und -sportlern leuchtet es allen ein, dass deren Körper und Geist Erholung brauchen, und dass Erholung ein Leistungsfaktor ist. Bei anspruchsvoller Büroarbeit ignorieren wir diesen Faktor, dort halten wir es mehr wie mit dem Ovomaltine-Slogan: Nicht besser, aber länger.

Ein veränderter Blick auf die Privatsphäre

Die Privatsphäre hat uns verändert und wird auch gegenwärtig eine Rolle spielen. Die Rückkehr ins Büro kann daher herausfordernd sein, weil wir uns durch die Corona-bedingten Massnahmen und Homeoffice an eine erhöhte Privatsphäre mit Abstand gewöhnt haben. Das muss nicht per se schlecht sein.

So reflektieren wir vielleicht Privatsphäre, Rückzug, Ruhe und die psychologische Loslösung von der Arbeit anders. Gehen zwar mit dem Strom der neuen Arbeitswelt mit, setzen uns aber eben bewusste Erholungs- und Rückszuganker. Im Sinne unserer psychischen und physischen Gesundheit wäre dies sehr wünschenswert ganz nach dem Motto: don’t get harder, get smarter.

Über die Autorin

Dr. Milena Sina Wütschert, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW,

Milena Sina Wütschert forscht am Institut für Psychologie der Universität Bern, Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie, sowie an der Hochschule für Angewandte Psychologie der Fachhochschule Nordwestschweiz über gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung in der neuen Arbeitswelt.

Mit ihrer Dissertation über die Arbeitsbedingungen im Homeoffice und den Einfluss moderner Büroraumkonzepte auf die Gesundheit («New Ways of Working: Some consequences of the new world of work on stress experience and occupational health») hat sie vergangenes Jahr an der Uni Bern die Doktorwürde erlangt.