Welche Auswirkungen hat das Homeoffice auf die Gesundheit?

Im Homeoffice ist jede:r selbst für Wohlbefinden und Gesundheit verantwortlich. Doch welche Auswirkungen hat Langzeit-Homeoffice eigentlich auf unsere Gesundheit? Bekommen wir im “Zuhause-Büro” die nötige Erholung und wie empfinden wir Stress? 

Dr. Milena Wütschert hat in ihrer Dissertation am Lehrstuhl Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Bern untersucht, wie sich der ständige Aufenthalt im Homeoffice auf unsere Gesundheit auswirkt – ein Thema, das durch die COVID-19-Pandemie an Bedeutung gewonnen hat.

Wenn wir uns die aktuellen Zahlen vom Bundesamt für Statistik (2021) zur Entwicklung der Teleheimarbeit in der Schweiz anschauen, dann ist ersichtlich, dass vor der COVID-19 Pandemie die Teleheimarbeitsquote 24,6 Prozent betrug und während der Pandemie die Quote auf 34,1 Prozent stieg.

Interessant: Personen, die mehr als 2,5 Tage Teleheimarbeit tätigen, sind nach wie vor die Minderheit. Während 2001 die Teleheimarbeitsquote unter 1 Prozent lag, ist sie im Jahr 2020 auf 4,3 Prozent gestiegen.

Privatsphäre im Homeoffice: Ein unerforschtes Feld

In der Arbeits- und Organisationspsychologie ist Homeoffice sehr gut erforscht, was beispielsweise Arbeitsleistung oder Arbeitszufriedenheit betrifft. Die Arbeitsplatzgestaltung sowie die wahrgenommene Privatsphäre in der häuslichen Umgebung auf die physische und psychische Gesundheit wurden bisher kaum untersucht. Eigentlich ist es eigenartig, obwohl man gerade davon ausgehen kann, dass die Privatsphäre in der häuslichen Umgebung sich von der in den traditionellen Büros klar unterscheidet, gibt es nahezu keine Forschung zu diesem Thema.

Schon Aristoteles erwähnte das Konzept der Privatsphäre. Er war der Meinung, dass jeder Mensch das Recht auf Rückzug hat. Auch heute noch wird die Privatsphäre meist mit Störung in Verbindung gebracht. Im Prinzip ist es die wahrgenommene Kontrolle über die Außenreize. Privatsphäre wird eingeteilt in akustische und visuelle Privatsphäre sowie Zugangs- und Verhaltenskontrolle.

Es kann angenommen werden, dass jeder Mensch ein Bedürfnis nach Privatsphäre hat. Wie stark ausgeprägt dieses Bedürfnis ist, ist je nach Person unterschiedlich. Ob im Homeoffice oder im Büro: Ein längerfristiger Mangel an Privatsphäre sprich Lärm, Ablenkung und das Gefühl beobachtet zu werden, beeinflusst die Gesundheit negativ.

Mentale Loslösung vom Beruf: Eine notwendige Erholung

Privatsphäre wird in der Literatur häufig mit Rückzug sowie Ruhe in Verbindung gebracht. Als Arbeitspsychologin verbinde ich Rückzug auch mit dem Begriff «Psychological Detachment». Dabei geht es um die psychische Loslösung von der Arbeit, soll heissen: während der arbeitsfreien Zeit eben nicht an die Arbeit zu denken, sondern sich mental als auch körperlich zu erholen. Ressourcen auffüllen.

Doch wenn die mentale Loslösung von der Arbeit nicht gelingt, beeinträchtigt das unseren Erholungsprozess und somit unsere Gesundheit.

Heute ist das aber kaum noch möglich. Oft sind wir auch nach Feierabend oder gar am Wochenende mental noch bei der Arbeit. Manchmal erscheint sogar der Eindruck, das gehört zum guten Ton. Da wird man schon fast komisch angeguckt, wenn man mal sagt: „Ah gestern? Gestern habe ich nichts gemacht.“

Doch wenn die mentale Loslösung von der Arbeit nicht gelingt, beeinträchtigt das unseren Erholungsprozess und somit unsere Gesundheit. Meine Forschung zeigt eindeutig, dass eine hohe Privatsphäre im Homeoffice dazu führt, das sich Arbeitnehmende gedanklich besser von der Arbeit loslösen können und sich die Schlafqualität verbessert.

Doch was hält uns davon ab, uns zu erholen?

Da wären wir beim sogenannten Erholungsparadoxon. Arbeitnehmende, die durch die ständige (digitale und mentale) Konnektivität mit der Arbeit verbunden sind, tendieren eher dazu, auch in der Freizeit zu arbeiten. Es ist also ein hoher Erholungsbedarf da, aber diesem Bedürfnis tatsächlich nachzukommen ist paradoxerweise gering.

Daher: Sich von der Arbeit zu erholen ist heute eine Kunst. Bei Spitzensportlerinnen und -sportlern leuchtet es allen ein, dass deren Körper und Geist Erholung brauchen, und dass Erholung ein Leistungsfaktor ist. Bei anspruchsvoller Büroarbeit ignorieren wir diesen Faktor, dort halten wir es mehr wie mit dem Ovomaltine-Slogan: Nicht besser, aber länger.

Ein veränderter Blick auf die Privatsphäre

Die Privatsphäre hat uns verändert und wird auch gegenwärtig eine Rolle spielen. Die Rückkehr ins Büro kann daher herausfordernd sein, weil wir uns durch die Corona-bedingten Massnahmen und Homeoffice an eine erhöhte Privatsphäre mit Abstand gewöhnt haben. Das muss nicht per se schlecht sein.

So reflektieren wir vielleicht Privatsphäre, Rückzug, Ruhe und die psychologische Loslösung von der Arbeit anders. Gehen zwar mit dem Strom der neuen Arbeitswelt mit, setzen uns aber eben bewusste Erholungs- und Rückszuganker. Im Sinne unserer psychischen und physischen Gesundheit wäre dies sehr wünschenswert ganz nach dem Motto: don’t get harder, get smarter.

Über die Autorin

Dr. Milena Sina Wütschert, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW,

Milena Sina Wütschert forscht am Institut für Psychologie der Universität Bern, Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie, sowie an der Hochschule für Angewandte Psychologie der Fachhochschule Nordwestschweiz über gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung in der neuen Arbeitswelt.

Mit ihrer Dissertation über die Arbeitsbedingungen im Homeoffice und den Einfluss moderner Büroraumkonzepte auf die Gesundheit («New Ways of Working: Some consequences of the new world of work on stress experience and occupational health») hat sie vergangenes Jahr an der Uni Bern die Doktorwürde erlangt.

Hybrides Arbeiten bringt Nachhaltigkeit und Kosteneinsparungen

Nachhaltigkeit und Kosteneinsparung iafob deutschland

Von hybridem Arbeiten, zeitweise im Homeoffice und zeitweise in gemeinschaftlich genutzten Arbeitsräumen, können jeder Einzelne, die Gemeinschaft und die Umwelt profitieren.

Vorteile für Mitarbeitende

Das hybride Arbeiten bringt zahlreiche Vorteile für Mitarbeitende.  Da der Arbeitsweg öfter entfällt, bleibt ihnen mehr Zeit, um Arbeit und private Verpflichtungen, Arbeit und gesundheitliche Bewegung, Arbeit und Partnerschaft, Arbeit und Kinder, also die anderen Lebensbereiche besser miteinander zu vereinbaren, in Balance zu bringen.

Das hybride Arbeiten hilft auch jedem Mitarbeitenden Ressourcen einzusparen. Durch mobile Arbeit seien „enorme Einsparpotenziale in Bezug auf CO2, Fahrtzeit, Spritkosten und Abnutzung des Autos zu erwarten“, steht in einem Gutachten des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa). Da die Mehrheit der Arbeitnehmer:innen das Auto als Verkehrsmittel nutzt, um zur Arbeit zu fahren (knapp 68 Prozent), kann jeder hybrid Arbeitende auch einen Beitrag zum Klimaschutz beitragen, wenn der Arbeitsweg öfter entfällt.

Im Jahr 2016 lag die durchschnittliche Pendelentfernung in Deutschland bei rund 17 Kilometern (Statistisches Bundesamt). 87 Prozent benutzen den PKW für 34 km/Tag. Dadurch kann sowohl in ländlichen Regionen wie auch in Ballungsgebieten der CO2-Ausstoß deutlich verringert werden. Laut des Gutachtens des ifaa wären das bei nur einem Tag Homeoffice pro Woche schon 2,1 Milliarden kg CO2 pro Jahr weniger. Davon wird die Umwelt profitieren.

Bäume im Sommer
Foto: Emma K. Boch

Vorteile für Arbeitgebende

Auch in den gemeinschaftlich genutzten Arbeitsräumen = Büro können Ressourcen geschont und damit Kosten ganz unmittelbar eingespart werden, weil weniger teure Bürofläche benötigt wird. Einer PwC-Studie zufolge lohnt sich das sogar schon ab einer Reduktion von nur acht Prozent.

PwC Studie: Mehr Home – weniger Office, wann sich eine Flächenoptimierung für Nutzer rechnet.  Befragung von über 100 Unternehmen verschiedener Branchen, Oktober 2020.

Wenn zehn Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland einen Tag in der Woche von zu Hause arbeiten würden, könnten rund 4,5 Milliarden Kilometer an Pendlerstrecke und etwa 850 Millionen Kilogramm C02 pro Jahr eingespart werden. Bei 20 Prozent wären es schon 1,7 Milliarden Kilogramm.“ 

Doch das hybride Arbeitsmodell bringt auch einige Herausforderungen mit sich, damit die Vorteile auch wirklich gegeben sind. Es braucht dazu ein leistungsfähiges und zentrales Buchungssystem, um die Bürofläche intelligent zu organisieren. Einsparung geht nur, wenn die Mitarbeitenden keinen festen, ihnen zugewiesenen Arbeitsplatz mehr haben. Und das geht weit über klassisches Desksharing hinaus.

Buchungssyteme für Desksharing und Coworking

Schreibtischbuchungen müssen den individuellen Bedürfnissen des Mitarbeitenden entsprechen. Manche benötigen ein Büro mit Drucker/Präsentationstechnik oder arbeiten einfach gerne an einem Schreibtisch mit Fenster. Deshalb müssen Faktoren wie die unterschiedlichen Ansprüche der Mitarbeitenden abgefragt und mit einbezogen werden. Dabei kann der Wunsch des Mitarbeitenden nach bestimmten Funktionen – ungestörter Einzelarbeitsplatz oder Teamarbeitsbereich – sich von Stunde zu Stunde ändern. Auch das Buchen von Meetingräumen ist eine Arbeitsplatzbuchung.

Das System sollte ermöglichen, dass Mitarbeitende so verteilt werden, dass ganze Stockwerke oder Gebäudeabschnitte nicht belegt werden. So kann mehr Fläche freigehalten werden, die nicht beheizt werden muss – und Energie wird eingespart.

Auch eine Verknüpfung mit anderen Apps sollte gegeben sein. Zum Beispiel fällt es Betriebsrestaurants leichter, ressourcenschonender zu planen, aber auch für jede Eventualität genügend Lebensmittel verfügbar zu haben, ohne dass große Mengen weggeworfen werden müssen.

Aus den Erfahrungen von Unternehmen, die häufig Mitarbeitende aus anderen Standorten oder Beratende und Gäste in ihrem Büro haben, lassen sich Kriterien erkennen, die ein intelligentes Buchungssystem per App erfüllen muss. Im Flexible.Office.Network. haben viele Unternehmen schon lange Erfahrung mit Buchungssystemen, wie MediaDialog, GoBright, iotspot und Comfy.

So gelingt es Arbeitgebenden für die Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem sie optimale Arbeitsbedingungen vorfinden und sich wohlfühlen. Damit werden nicht nur Kosten eingespart, sondern auch gemeinsam ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Über den Autor

Dieter Boch ist geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Arbeitsforschung und Organisationsberatung (iafob deutschland) und Leiter des internationalen Flexible.Office.Network., einem überbetrieblichen Forum für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zur BüroArbeitswelt von Morgen.

Als Dozent lehrte er an der Fachhochschule Salzburg und der Hochschule für Wirtschaft in Zürich Führungsverhalten und Future Work & Workplace Design.

Der Diplom-Psychologe ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und 
Mitherausgeber der Buchreihe „Flexible Arbeitswelten“. 

 

Ein positives Arbeitsumfeld erzeugen – real und virtuell

Organisationen haben in den Jahren der Pandemie – gezwungenermaßen – eine rasante Veränderung erlebt. Vieles, das vorher eher ein Privileg Einzelner war, wurde auf einen Schlag Realität – ohne lange Planung, ohne Change Management und ohne Pilotflächen und Testreihen.

Es gab keine Workshops zur Vorgehensweise, keine Aufgabenverteilung zur Umsetzung und keine Befragungen. Die Kultur der Organisation wurde nicht geplant, verändert und angepasst. Sie musste die Krise aushalten und hat das meist ohne Probleme ganz gut überstanden.

Wie kann eine Organisation dazu beitragen, dass Menschen sowohl real als auch virtuell gut miteinander arbeiten können?

Vizepräsident Oliver Jahraus von der LMU in München sagt: „Wir werden nie wieder zu einem Zustand zurückkehren wie vor Corona. Dazu hat sich zu viel verändert.“ Wir werden uns in Zukunft also immer fragen, was wir sinnvollerweise im Büro machen und was zuhause oder an dritten Orten. Es wird viel mehr um menschenzentrierte Orte für die Arbeit gehen.

Geht man ins Büro so fragt man sich: „Warum bin ich hier und was kann ich hier lernen?“ Es geht zwar um Leistung, aber vor allem auch um die eigene Potentialentfaltung.

In Zukunft möchte die Hälfte der Erwerbstätigen selbst entscheiden, wann und wo sie arbeitet und wie sie ihre Arbeit und die Zeit dafür einteilt. Ein Drittel der Befragten einer Stepstone-Umfrage möchte eine feste Vereinbarung zu Home-Office-Tagen. 30 Prozent Home-Office heißt einerseits aber auch Desk Sharing und andererseits bedeutet dies Entfremdung: Man sieht sich nicht mehr regelmäßig und vor allem die zufälligen Treffen fehlen, die ganz besonders zu neuen Ideen inspirieren und oft die eigene Arbeit beflügeln.

Homeoffice
Foto: Unsplash | Thought Catalog

Wie kann man an unterschiedlichen Orten die gemeinsame Kultur leben und mit Kolleg:innen in Verbindung bleiben?

In Zukunft wird im Büro die richtige Balance zwischen Austausch, Teamwork, individuellen Arbeitsplätzen und Fokusarbeit immer wichtiger werden. Flächeneffizienz wird ihren Stellenwert verlieren. An diese Stelle muss Nutzereffektivität treten.

Es geht vor allem darum, die gesamte Fläche gemeinsam gut und richtig zu nutzen und die Kultur der Organisation erlebbar zu machen, sowohl real als auch virtuell. Eines ist klar geworden: Die Verteilung der Flächen wird sich in Zukunft verschieben.

“Die Zeit, die man am individuellen Arbeitsplatz im Büro verbringt, wird sich auf 30 Prozent halbieren. Der Bedarf an Flächen für Zusammenarbeit steigt hingegen von 30 auf 50 Prozent.”

Die Zeit, die man am individuellen Arbeitsplatz im Büro verbringt, wird sich auf 30 Prozent halbieren. Bereits vor der Pandemie war dies meist nicht mehr als 60 Prozent, wie zahlreiche Flächennutzungsstudien immer wieder belegt haben.

Der Bedarf an Flächen für Zusammenarbeit steigt hingegen von 30 auf 50 Prozent. Hier ist vor allem darauf zu achten, vielfältige, unterschiedliche Flächen und Räume zur Verfügung zu stellen, die sich einfach umnutzen lassen – je nach den Aktivitäten und Bedürfnissen der Nutzer.

Ebenfalls rapide steigen wird der Bedarf an Dienstleistungsflächen. Dieser war vor der Pandemie mit 5 Prozent relativ gering und wird in Zukunft eher auf 20 Prozent steigen.

Wenn man ins Büro geht, erwartet man eine gute Atmosphäre und Annehmlichkeiten, die es zuhause im Homeoffice nicht gibt. Möglicherweise –  je nach Größe der Organisation – gesunde Verpflegung, zumindest aber Obst, Getränke und ausgezeichneten Kaffee.

Diese gemeinsame Zeit in der Realität wird ergänzt durch gute gemeinsame Zeit online. Zugehörigkeit und Sinn werden durch konsistente Beziehungen zwischen Menschen, Inhalten und Orten geschaffen.

Foto: Unsplash | Vadim Kaipov

Wie können wir uns also noch verbunden fühlen, wenn wir aus der Ferne arbeiten?

Ziel einer Arbeitswelt ist es, Wissen und Menschen zu vernetzen sowie virtuelle und reale Räume zu verbinden. In Zukunft wird man Arbeit viel bewusster planen als vor der Pandemie. Das heißt, die Menschen wählen ganz bewusst zwischen verschiedenen Arbeitsorten den jeweils richtigen Ort aus:  für die Aktivität, die Aufgabe und die eigene Befindlichkeit. Ausschlaggebend sind die individuelle Agenda, die Leistungsunterstützung und die Lernerfahrung, die man benötigt.

Arbeit wird in Zukunft differenzierter gesehen werden: gemeinsam, gesellig, allein, ungestört, mit vielen Erfahrungen, effektiv, real, virtuell, hybrid…

Foto: Unsplash | Nathan Dumlao

“Menschen sind soziale Wesen, die zum Wohlfühlen Zwischenmenschlichkeit brauchen. Virtuelle Arbeitsumgebungen müssen diesen Raum für Zwischenmenschlichkeit schaffen.”

Menschen entfalten ihre Potentiale durch Interaktion mit anderen Menschen und mit ihrer Umgebung. Vielfältige Erfahrungen sind dabei wichtig und regen an: visuell, akustisch und haptisch. Diese Anregungen braucht es sowohl virtuell als auch real.

Menschen brauchen Fokus und Rückzug, Geselligkeit und Rituale. Dazu werden Kollaborationsräume, Labore und Kreativräume, Zwischenräume und Begegnungsräume benötigt, um in Erfahrungen eintauchen und neue, eigene machen zu können.

Menschen sind soziale Wesen, die zum Wohlfühlen Zwischenmenschlichkeit brauchen. Virtuelle Arbeitsumgebungen müssen diesen Raum für Zwischenmenschlichkeit schaffen. Abteilungen, Generationen, unterschiedlichen Hierarchien muss die Möglichkeit zu Begegnungen und zu Austausch gegeben werden. Es muss Raum für professionelle Neugier geschaffen werden.

“Tools wie Mural oder Miro können solche Zwischen- und Begegnungsräume virtuell erschaffen, wenn sie organisations- und abteilungsübergreifend angewandt und auch „ritualisiert“ genutzt werden.”

Es geht darum eine gemeinsame virtuelle Welt für die Organisation zu schaffen, die attraktiv und authentisch ist und zur Kultur der Organisation passt.

Junge wie ältere Talente müssen sich angezogen fühlen, durch die reale, aber auch die Online-Welt und sich dort (gemeinsam) wohl fühlen. Auch die virtuelle Arbeitswelt muss Wissen und Wissensträger vernetzen.

Anstatt Wissen zu speichern, muss es den anderen zur Verfügung stehen und man muss in der Lage sein, darüber zu kommunizieren, zu diskutieren und das Wissen gemeinsam zu erweitern. „Mein“ Office ist Vergangenheit – „Unser“ Büro ist die Zukunft.

Virtuelles Drees & Sommer Office
Virtuelles Drees & Sommer Office am Beispiel Frankfurt

 

Wie sich virtuelle und reale Räume verbinden lassen, zeigt das virtuelle Drees & Sommer-Büro aus Frankfurt. Im Erdgeschoß des „Mural“-Hauses kann man durch eine Tür auch in das reale Frankfurter Büro eintreten. Dort kann man zu einer Tafel gehen und mit Kolleg:innen Ideen austauschen oder diese Wandboards nutzen, um einen Workshop durchzuführen.

Virtueller Mural Workshop
Virtueller Mural-Workshop

 

Im „Keller“ des Hauses wurde in diesem Fall ein Hobbykeller eingerichtet. Hier kann man mit anderen seine Hobbys teilen, indem man Bilder oder Filme einstellt oder Bücher postet, die auch für die anderen interessant sein könnten.

Dieses virtuelle Haus hat unterschiedliche Geschosse und viele unterschiedliche Räume, die wiederum weiter verlinkt werden können zu anderen Häusern. Wie in einem realen Büro gibt es private Räume, die in der virtuellen Welt auch verschlossen werden können und so nicht jedem zugänglich sind sowie offene Bereiche, in denen jeder willkommen ist. E

s gibt Räume, in denen man sich gegenseitig mit Wissen versorgt und Materialien austauschen kann, es gibt Bereiche für Teambesprechungen, Termine und wichtige Mitteilungen, aber auch Orte für Feiern, Jubiläen oder Geburtstagsüberraschungen, wie beispielsweise ein Ständchen mit der Lieblingsmusik.

Woran sollte eine Organisation in Zukunft denken, um ihren Mitarbeiter:innen optimale Arbeitsumgebungen zur Verfügung zu stellen?

Zauberworte für die Zukunft sind Vielfalt und Funktionalität. Flächen und Räume müssen verfügbar sein und einfach zu erreichen – sowohl real als auch virtuell.

Plant man neu oder wird restrukturiert, so sollten die Mitarbeitenden die Nutzung der Flächen gemeinsam definieren und man sollte immer daran denken, dass eine Arbeitswelt ein lebendiger Organismus ist.

Bewähren sich Flächen nicht, so werden sie einfach anders gestaltet. Eine gute Arbeitswelt ist eine sich ständig wandelnde Pilotfläche, die jederzeit auf sich verändernde Bedingungen reagieren kann und muss. Menschen sind unterschiedlich und haben auch nicht jeden Tag die gleichen Anforderungen und Bedürfnisse. Darauf muss die Arbeitsumgebung vorbereitet sein und reagieren können, indem sie viele unterschiedliche Wahlmöglichkeiten bereithält. Spezifische Anforderungen müssen im Bedarfsfall optimal unterstützen werden.

Junge Mitarbeitende in einer Besprechung
Foto: Unsplash | Austin Distel

Wenn man die Zukunft vor Augen hat, haben Organisationen jetzt die Gelegenheit sich neu aufzustellen und sich um die realen und virtuellen Flächen und Erfahrungen zu kümmern.

Sozialer Austausch, zufällige Treffen und Zusammenarbeit in Teams, real und virtuell, brauchen gute Gestaltung und Umsetzung. Es gibt viele Unsicherheiten und Unbekannte in der neuen Arbeitswelt, aber eines ist gewiss: Die Erwartungen der Mitarbeiter:innen an die eigene Autonomie und an das reale und virtuelle Arbeitsumfeld werden höher sein als vorher.

Mitarbeitende wollen mehr Kontrolle über Orte und Flächen, ohne das dies mehr kostet und mehr Aufwand bedeuten muss. Individuelles, fokussiertes Arbeiten kennt jetzt viele Orte: zuhause, im Büro und an dritten Orten, je nach den Möglichkeiten des Einzelnen und den persönlichen Bedingungen und Vorlieben.

Es braucht viele verschiedene Arten von Flächen, mit einer Auswahl an realen und virtuellen Orten und Zeiten. Der Arbeitsplatz ist ein bestimmtes Gebäude und viel mehr. Er ist nicht länger ein einzelner Ort, sondern ein Netzwerk von virtuellen, physischen und „hybriden“ Orten. Dieses Ökosystem bietet flexible und bedarfsorientierte Orte, die Komfort, Funktionalität und Wohlbefinden unterstützen und den Nutzern die gewünschte Flexibilität und Variabilität sicherstellen.

Über die Autorin

Prof. Dr. Christine Kohlert ist Expertin für Lern- und Arbeitswelten der Zukunft. Sie ist langjähriges Mitglied des internationalen Flexible.Office.Network., einem überbetrieblichen Forum für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zur BüroArbeitswelt von Morgen.

Sie ist außerdem wissenschaftlicher Fachbeirat für verschiedene Kongresse, arbeitet freiberuflich für verschiedene Unternehmen, beispielsweise für Drees & Sommer SE, und ist Professorin an der Mediadesign Hochschule in München.

Christine Kohlert lehrte international an diversen Universitäten, unter anderem am Massachussetts Institute of Technology in Cambridge (MIT), USA, an der UCLAS in Dar es Saalam, Tansania und arbeitete in renommierten internationalen Büros.

Die Architektin und Stadtplanerin ist Autorin zahlreicher Bücher und Veröffentlichungen. „Space for Creative Thinking: Design Principles for Work and Learning Environments“ beschäftigt sich mit dem Raum als Werkzeug für ein positives Umfeld. In ihrem neuen Buch “Das menschliche Büro – The human(e) office: Hilfe zur Selbsthilfe für eine gesunde Arbeitswelt – Helping people to a healthy working environment“ beleuchtet sie mit Autor:innen unterschiedlichster Disziplinen das Umfeld und die Psychologie einer gesunden Arbeitsumgebung.

Zoom-Workshop: Connect-Treffen “Wie kann hybrides Arbeiten und damit Homeoffice gelingen?” (22.2.2022)


Seit Beginn der Corona-Pandemie treffen wir uns regelmäßig in Zoom-Meetings, den Connect-Videokonferenzen, zum informellen und offenen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Unternehmensübergreifend werden praktische Tipps geteilt oder Best Practices diskutiert.

Diese Treffen bieten die Möglichkeit, Kontakt mit kompetenten Kolleg:innen sowie fachkundigen Entscheidungsträger:innen zu halten und Input von Expert:innen zu bekommen.

Unser Ziel: Voneinander lernen und gemeinsam die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt meistern. Begegnungen (live oder digital), ein lebendiger Dialog und ein Austausch auf Augenhöhe zeichnen das flexible.office.network. aus.

Termin

Dienstag, 22. Februar 2022, 10 Uhr bis 12:30 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz bei Zoom

Referentin

Shirley Sheffer, Accenture
bei der Unternehmensberatung verantwortlich dir richtige Talente zu finden und zu entwickeln

Thema

Wie kann hybrides Arbeiten und damit Homeoffice gelingen? 

Zwei bis drei Tage Homeoffice und zwei bis drei Tage Büro: Das ist die Empfehlung vieler Expert:innen als neues Arbeitskonzept.

Doch wie lässt sich das erreichen, denn …

… manche schätzen das Homeoffice so sehr und wollen nicht an einen Arbeitsplatz im Büro – andere sehnen den Tag herbei, wo sie wieder ins Büro gehen können.

… Homeoffice verhindert durch die räumliche Distanz die emotionale Bindung des Einzelnen zum Unternehmen und zu seinem Team, Loyalität schwindet.

… viele wollen so flexibel ihren Arbeitsort und ihre Arbeitszeit wählen, damit sie Privates optimal neben dem Beruflichem erledigen können.

… wie können Teams zusammenarbeiten, die sich sowohl in Büro-Meetings empathisch treffen als auch in Videokonferenzen formal effizient kommunizieren.

Und wie lässt sich ein Gender Gap vermeiden, wenn an den Frauen im Homeoffice die Pflege-, Kinder- und Sorgearbeit hängen bleibt, während die Männer sich der Erwerbsarbeit zuwenden.

Mentimeter-Abfrage: 

Im Rahmen der Diskussion fragen wir die Teilnehmenden zu ihren eigenen Erfahrungen: 

Gibt es bei Ihnen Leitsätze, ein Arbeitskonzept, eine Betriebsvereinbarung, Quotenregelungen, etc. zu Homeoffice?

Gibt es Zufriedenheitsabfragen zum Mobilen Arbeiten, insb. zu Homeoffice?

Überwiegen die Vorteile die Nachteile für den Mitarbeitenden?

Wie stark ist der Forderung nach einer Präsenzkultur bei den Führungskräften?

Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 200,- zzgl. MwSt. pro Person pro Termin
(für alle vier Zoom-Termine: Euro 750,- zzgl. MwSt.)

Anmeldeschluss: 8. Februar 2022

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

LIVE-Workshop: Hafven, Hannover (10.05.2022)

Das Homeoffice bremst die Innovationskraft. Denn kreative Lösungen und vertrauensvolle Entscheidungen lassen sich am besten in einer emphatischen Umgebung erreichen.  Welche Eindrücke und Erlebnisse muss die Arbeit in sozialer Umgebung also bieten? Der Hafven in Hannover stellt seinen Mitgliedern einfachen Zugang zu Menschen, Wissen und Technologie bereit und entwickelt Lösungen in den Hafven Coworking Spaces und Maker Spaces.

Hafven Workspace, Hannover
Coworkingspace HAVFEN in Hannover

Termin

Dienstag, 10. Mai 2022, 10 Uhr bis 16 Uhr
LIVE-Workshop im Hafven, Hannover

Programm

Hier finden Sie das Programm zum Download.

Themen & Referenten

“Innovationskraft stärken durch Begegnung”

Prof. Stefan Süß, Universität Düsseldorf
Prof. Stefan Süß, Universität Düsseldorf

Prof. Dr. Stefan Süß ist Wirtschaftswissenschaftler und seit 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftlehre, insb. Arbeit, Personal und Organisation an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Schwerpunktthemen, zu denen er bereits zahlreich publizierte, sind u.a. Personalmanagement, Arbeit, Organisation und (Internationales) Management. Neben Mitgliedschaften in zahlreichen Forschungseinrichtungen ist er seit 2019 auch Mitherausgeber der Zeitschrift “German Journal of Human Resources Management” und Koordinator des Projektes DigiWerk.  

 

“Trend Wellbeing: Gesundheit und Wohlbefinden rücken immer mehr ins Zentrum der Bürogestaltung”

Stefan Schütz
Stefan Schütz, Création Baumann

Stefan Schütz ist seit 2008 Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaft der Création Baumann AG. Der Schweizer Textilhersteller entwirft, entwickelt und produziert Textilien für Innenräume. Neben dem Fachhandelsmarkt liegt der Schwerpunkt der Tochtergesellschaft in der Beratung von Planer:innen und Bauherren im Bereich Objektausstattung. Zu den Kernkompetenzen von Création Baumann zählen die akustische Gestaltung von Räumen sowie der innenliegende Blend- und Wärmeschutz.  

 

“Wanderer zwischen den Welten – Gestaltungsansätze hybrider Büroarbeit”

Die Digitalisierung ermöglicht es und die Pandemie hat es beschleunigt: Ob im Büro, zu Hause oder im nachbarschaftlichen Coworking Space – dank der smarten, transportablen Geräte und der fast allgegenwärtigen Möglichkeit, auf Daten zuzugreifen, kann Büroarbeit jederzeit und überall stattfinden. Doch was bedeutet das für die Bürogestaltung? Wie kann das Büro im Wettbewerb der Arbeitsortsoptionen bestehen? Und auf welche Gewohnheiten der Wanderer zwischen den Welten gilt es sich einzustellen?

Frederik Bellermann ist Strategic Marketing Manager bei Wilkhahn. Er beleuchtet in seinem Beitrag, wie hybride Büroarbeit mit entsprechenden Raumstrukturen zusammenspielen kann.

 

“Smart Office und Hybrid Work”

Christian Straub, Head of Sales YOYO smart ergonomics, Kesseböhmer

Christian Straub (Jahrgang 1990) – Generation ‚Digital Native‘ – beendete 2015 sein duales Studium an der DHBW Stuttgart mit dem Bachelor of Arts in International Business. Kesseböhmer Ergonomietechnik übernahm Straub erst als International Sales Manager. Seit 2018 hält er die Position des Head of Sales für YOYO smart ergonomics inne.

In seinem Impulsvortrag spricht Christian Straub über intelligente Arbeitsplätze in Shared-Desk-Umgebungen.  

 

“New Normal: Hybrides Arbeiten und Community-Ökonomien Erfahrungen aus fünf Jahren im Aufbau der Hafven Innovation Community Blick in die Zukunft: Vom Arbeitsplatz zur Community-Ökonomie”

Jonas Lindemann, Hafven Hannover. Foto: Marcel Wogram

Jonas Lindemann, Mitgründer und Geschäftsführer von Hafven Hannover, beschäftigt sich mit der Demokratisierung der Innovation – eine Zukunft in der jede:r ermächtigt ist ihr Wissen, ihre Motivation und die großartigen technologischen Errungenschaften der Menschheit einzusetzen, um große Probleme notfalls selbst zu lösen.

Jonas entwickelt als Mitgründer und Geschäftsführer von coapp.io ein Betriebssystem für das Zeitalter des hybriden Arbeitens und der Community-Ökonomien. Als Mitgründer und Geschäftsführer von Hafven – einer der größten Innovations-Communities im deutschsprachigen Raum – betreibt er Coworking- und Makerspaces, einen Impact Accelerator und andere Innovationsprogramme.

2017 wurde Jonas als Fellow des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in den Experten-Beirat für Deutschland berufen und engagiert sich in weiteren Beiräten rund um die Themen Digitales und Entrepreneurship. Der studierte Kommunikationsdesigner,  geboren 1983, ist seit seinem 20. Lebensjahr unternehmerisch tätig und hat diverse Male in verschiedenen Branchen gegründet. Aktuell lebt und arbeitet Jonas in Hannover.


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei Für Gäste: Euro 695,- zzgl. MwSt. (für alle vier Live-Termine: Euro 2.500,- zzgl. MwSt.) Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.  

Zoom-Workshop: Connect-Treffen “Wie kann hybrides Arbeiten und damit Homeoffice gelingen?”(17.5.2022)


Seit Beginn der Corona-Pandemie treffen wir uns regelmäßig in Zoom-Meetings, den Connect-Videokonferenzen, zum informellen und offenen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Unternehmensübergreifend werden praktische Tipps geteilt oder Best Practices diskutiert.

Diese Treffen bieten die Möglichkeit, Kontakt mit kompetenten Kolleg:innen sowie fachkundigen Entscheidungsträger:innen zu halten und Input von Expert:innen zu bekommen.

Unser Ziel: Voneinander lernen und gemeinsam die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt meistern. Begegnungen (live oder digital), ein lebendiger Dialog und ein Austausch auf Augenhöhe zeichnen das flexible.office.network. aus.

Termin

Dienstag, 17. Mai 2022, 10 Uhr bis 12:30 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz bei Zoom

Referent:innen

Stephan Leimbach
Head of Office Leasing Germany der Immobilienberatung
Jones Lang LaSalle in Frankfurt am Main

Die Frage “Wieviel Büro brauche ich in Zukunft noch?“ hält Stephan Leimbach für falsch. Warum er das so sieht, möchte er mit uns diskutieren. Wichtiger sind für ihn die Fragen „Was mache ich mit dem Büro?“ „Welche Anreize muss das Büro dem Mitarbeitenden bieten?“

 

Emily Stiers
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Emily Stiers hat ihre Bachelorarbeit zum Thema „Coworking Spaces als dritter Raum neben Büro und Homeoffice“ geschrieben. 

Ihre Thesen:

  • Coworking Spaces bieten Menschen, die im ländlichen Raum leben wollen, ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld
  • Menschen pendeln weniger bis gar nicht; sie haben Ruhe und Natur
  • im Vergleich zum Home-Office findet mehr soziale Interaktion statt

Programm

Hier können sie das geplante Programm herunterladen

Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 200,- zzgl. MwSt. pro Person pro Termin
(für alle vier Zoom-Termine: Euro 750,- zzgl. MwSt.)

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

LIVE-Workshop: Hettich, Kirchlengern (20.-21.6.2022)

Hettich Forum Gebäude

Im Homeoffice arbeiten gehört inzwischen zum Alltag im Arbeitsleben dazu. Mitarbeitende sind mit Hilfe von Videotechnik mit dem Unternehmen verbunden.

Doch werden auch Erfahrungen, spontane Eindrücke oder Emotionen übertragen? Wie lassen sich geschäftliche Erfolge trotz räumlicher Distanz feiern?

Das Unternehmen Hettich ist heute einer der weltweit größten und erfolgreichsten Hersteller von Möbelbeschlägen und zeigt, wie intelligente Technik in Möbel integriert werden kann.

 

Hettich Transforming Apartment
Transforming Workspace Hettich. Foto: Hettich

Termin

Dienstag, 21. Juni 2022 bis Mittwoch, 22. Juni 2022, 10 Uhr bis 16 Uhr
LIVE-Workshop bei Hettich, Kirchlengern

Programm

Hier können Sie das Programm des Workshops herunterladen

Themen & Referent:innen

“Dem Unternehmen verbunden – per Highspeed-Anschluss?”

Dr. Hannah Schade, TU Dortmund
Dr. Hannah Schade, TU Dortmund

Dr. Hannah Schade ist promovierte Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. 

Aktuell untersucht sie die Auswirkungen von Homeoffice während der Corona-Pandemie und wie sich das Arbeiten von zu Hause auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Beschäftigen auswirkt.


“Hybrides Arbeiten und dennoch dem Unternehmen verbunden durch Raum und Kultur”


Samir Ayoub, Geschäftsführender Gesellschafter, designfunktion Gruppe

Samir Ayoub leitet seit 2009 die Geschicke der designfunktion Gruppe als Geschäftsführender Gesellschafter. Sein Ziel: designfunktion, das Planungs- und Einrichtungsunternehmen für ganzheitliche Gestaltung von Büro- und Arbeitswelten, zur stärksten Marke im gehobenen Einrichtungssegment in Deutschland zu machen. 

Für sein Engagement als Unternehmer wurde Ayoub 2010 mit dem “Münchner Gründerpreis” in der Kategorie “Nachfolge / Übernahme” ausgezeichnet. Zuvor war der gelernte Kaufmann im Groß- und Einzelhandel in unterschiedlichen Geschäftsführungspositionen erfolgreich tätig. 


“Wanderer zwischen den Welten – Gestaltungsansätze hybrider Büroarbeit”

Die Digitalisierung ermöglicht es und die Pandemie hat es beschleunigt: Ob im Büro, zu Hause oder im nachbarschaftlichen Coworking Space – dank der smarten, transportablen Geräte und der fast allgegenwärtigen Möglichkeit, auf Daten zuzugreifen, kann Büroarbeit jederzeit und überall stattfinden.

Doch was bedeutet das für die Bürogestaltung? Wie kann das Büro im Wettbewerb der Arbeitsortsoptionen bestehen? Und auf welche Gewohnheiten der Wanderer zwischen den Welten gilt es sich einzustellen?

Frederik Bellermann ist Strategic Marketing Manager bei Wilkhahn. Er beleuchtet in seinem Beitrag, wie hybride Büroarbeit mit entsprechenden Raumstrukturen zusammenspielen kann.


“Smart Office und Hybrid Work”

Christian Straub, Head of Sales YOYO smart ergonomics, Kesseböhmer

Christian Straub (Jahrgang 1990) – Generation ‚Digital Native‘ – beendete 2015 sein duales Studium an der DHBW Stuttgart mit dem Bachelor of Arts in International Business. Kesseböhmer Ergonomietechnik übernahm Straub erst als International Sales Manager. Seit 2018 hält er die Position des Head of Sales für YOYO smart ergonomics inne.

In seinem Impulsvortrag spricht Christian Straub über intelligente Arbeitsplätze in Shared-Desk-Umgebungen. 


“New Work bei Hettich” 

Dr. Nadine Knefelkamp und Jana Schönfeld von Hettich sowie Holger Fricke, Actiforce @Hettich berichten darüber, wie Hettich sich der Arbeitswelt der Zukunft stellt. 


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 695,- zzgl. MwSt. (für alle vier Live-Termine: Euro 2.500,- zzgl. MwSt.)

Anmeldeschluss: 10. Juni 2022

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

LIVE-Workshop Schweiz: JED Schlieren & Interface Zürich (4.- 5.7.2022)

Wir reisen für zwei Tage zum Workshop in die Schweiz und besuchen unser Netzwerkmitglied Interface in Zürich. Außerdem sind wir zu Gast im neuen Business-Hub JED in Schlieren vor den Toren Zürichs.

Unser Besuch in der Schweiz führt uns zu unserem Netzwerkmitglied Interface nach Zürich.

Dort erleben wir einen Living WorkPlace in einem denkmalgeschützten Gebäude. Bei Interface ist ein Ort entstanden, der vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet, die Natur in den Fokus rückt und die Nachhaltigkeitsreise von Interface auf außergewöhnliche Art und Weise symbolisiert.

Büroräume des Textilherstellers Interface in Zürich. Foto: Interface

Außerdem besuchen wir das JED in Schlieren vor den Toren Zürichs. JED steht für Join, Explore, Dare. In dem ehemaligen Druckzentrum entsteht derzeit eine spektakuläre Location für die Durchführung von Events auf 2.500 qm. 

Zühlke-Kantine im JED in der ehemaligen Rota-Halle mit geschliffenem Betonboden, Eichenparkett und einem tribünenartigen Holzpodest für Veranstaltungen und Pausen.
Foto: Peter Würmli

Termin

Montag, 4. Juli 2022, 15 Uhr bis Dienstag, 5. Juli 2022, 9 Uhr bis 16 Uhr
LIVE-Workshop bei Interface, Zürich und im JED, Schlieren

Programm

Hier können Sie das Programm des Workshops herunterladen

Themen & Referent:innen

“Einflussfaktoren auf die Wahl des Arbeitsortes – der passende Mix zwischen Homeoffice und Büro”

Prof. Dr. Hartmut Schulze, Fachhochschule Nordwestschweiz
Prof. Dr. Hartmut Schulze, Fachhochschule Nordwestschweiz.

Prof. Dr. Hartmut Schulze lehrt an der Hochschule für Angewandte Psychologie (Fachhochschule Nordwestschweiz) und leitet seit 2011 das Institut für Kooperationsforschung und -entwicklung.

Seine Schwerpunkte liegen in der Analyse, Gestaltung und Evaluation von Konzepten und Lösungen zu Arbeits- und Büroräumen, zu mobil-flexibler Arbeit und zur Mensch-Roboter-Interaktion.

Zuvor arbeitete Schulze bei DaimlerChrysler, wo er das Team „Psychologie im Engineering“ im Labor „IT for Engineering“ verantwortete.

 

“Human Centered Workplace  – Ein Kompass zur Konzeption nachhaltiger Arbeitswelten”

Burkhard Remmers, Wilkhahn
Burkhard Remmers, Wilkhahn

Was bedeutet das mobile Arbeiten der „Noch- und Nach-Corona-Zeit“ für die Bürokonzepte? Für die Nachhaltigkeitsaspekte? Für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen?

Weil viele richtungsweisende Entscheidungen anstehen, ist es besonders wichtig, die essenziellen Fragen einer nachhaltigen Bürokonzeption zu beantworten und im Blick zu behalten: Was sind die wirklich relevanten Dimensionen der Gestaltung von Büroarbeitswelten? Wie lassen sich gemeinsame Zielbilder erarbeiten? Und wie eine konkrete Vorstellbarkeit erzielen?

Burkhard Remmers, studierter Germanist und Historiker, verantwortet seit 1995 beim Büromöbelhersteller Wilkhahn den Bereich Internationale Kommunikation und Public Relations. Sein Vortrag führt von der Grundlagenermittlung über die Erläuterung eines „Konzeptionstools“ bis zur Projektion einer Arbeitswelt, in der auch morgen gerne und gut gearbeitet wird.

 
“Magie im ehemaligen NZZ-Druckzentrum – Evolution Design baut JED in Schlieren”
Stefan Camenzind, Executive Director, Evolution Design

Aus dem vorherigen Druckzentrum der Neuen Zürcher Zeitung machte das Architekturbüro Evolution Design mit dem JED einen Ort der Innovation, Begegnung und Zusammenarbeit – mit Arbeitswelten, öffentlichen Zonen und einer Eventhalle.

Stefan Camenzind ist Partner und Executive Director der Evolution Design AG in Zürich, einem 2004 gegründeten und international erfolgreichen Schweizer Architektur- und Designbüro. Unternehmen wie Google, Unilever oder PwC vertrauen auf die Expertise von Evolution Design, optimale Arbeitswelten von der Analyse bis zum Design  und der Umsetzung zu verwirklichen. 

Gemeinsam mit seiner Kollegin Jessica Mentz berichtet er bei unserem Workshop über das außergewöhnliche Projekt – direkt vor Ort im JED. 

 

“Laptop & Smartphone = ein mobiler Arbeitsplatz?”

Markus Mansfeld ist Global Sales Director bei der Kesseböhmer Ergonomietechnik GmbH. Er spricht über die Anforderungen an einen mobile Workplace. 

 

“Die Bürowelten der Zühlke Engineering AG”

Mit einem Vortrag und einem Rundgang durch die Zürcher Büroräumlichkeiten der Zühlke Engineering AG führt uns Markus Thoma, Head of Facility Management der Zühlke Group in die Unternehmenswelt des weltweit tätigen Innovationsdienstleisters ein. 


Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 695,- zzgl. MwSt. (für alle vier Live-Termine: Euro 2.500,- zzgl. MwSt.)

Anmeldeschluss: 30. Juni 2022

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

Zoom-Workshop: Connect-Treffen (20.09.2022)


Seit Beginn der Corona-Pandemie treffen wir uns regelmäßig in Zoom-Meetings, den Connect-Videokonferenzen, zum informellen und offenen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Unternehmensübergreifend werden praktische Tipps geteilt oder Best Practices diskutiert.

Diese Treffen bieten die Möglichkeit, Kontakt mit kompetenten Kolleg:innen sowie fachkundigen Entscheidungsträger:innen zu halten und Input von Expert:innen zu bekommen.

Unser Ziel: Voneinander lernen und gemeinsam die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt meistern. Begegnungen (live oder digital), ein lebendiger Dialog und ein Austausch auf Augenhöhe zeichnen das flexible.office.network. aus.

Termin

Dienstag, 20. September 2022, 10 Uhr bis 12:30 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz bei Zoom
Das Thema wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Referentin

Dr. Milena Wütschert, Research Scientist, Fachhochschule Nordwestschweiz

Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei
Für Gäste: Euro 200,- zzgl. MwSt. pro Person pro Termin
(für alle vier Zoom-Termine: Euro 750,- zzgl. MwSt.)

Anmeldeschluss: 19. August 2022

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.

Zoom-Workshop: Connect-Treffen (15.11.2022)


Seit Beginn der Corona-Pandemie treffen wir uns regelmäßig in Zoom-Meetings, den Connect-Videokonferenzen, zum informellen und offenen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Unternehmensübergreifend werden praktische Tipps geteilt oder Best Practices diskutiert.

Diese Treffen bieten die Möglichkeit, Kontakt mit kompetenten Kolleg:innen sowie fachkundigen Entscheidungsträger:innen zu halten und Input von Expert:innen zu bekommen.

Unser Ziel: Voneinander lernen und gemeinsam die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt meistern. Begegnungen (live oder digital), ein lebendiger Dialog und ein Austausch auf Augenhöhe zeichnen das flexible.office.network. aus.

Termin

Dienstag, 15. November 2022, 10 Uhr bis 12:30 Uhr
Connect-Treffen – Videokonferenz bei Zoom
Das Thema wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Teilnahme

Für Mitglieder des flexible.office.network: kostenfrei

Für Gäste: Euro 200,- zzgl. MwSt. pro Person pro Termin
(für alle vier Zoom-Termine: Euro 750,- zzgl. MwSt.)

Anmeldeschluss: 14. Oktober 2022

Bei Eintritt ins flexible.office.network. im gleichen Jahr wird der Ticketpreis auf den Jahresbeitrag angerechnet.